Alt - Kirchberg
Alte Häuser und Straßen Alte Postkarten Was sonst noch in Kirchberg geschah

Das älteste Bild unserer Kirchberger Kirche stammt aus dem Jahr 1685. Im Auftrag des württembergischen Herzogs hatte Andreas Kieser eine Forstkarte zu zeichnen, auf der auch das damalige Ortsbild Kirchbergs zu sehen ist. ( Siehe Chronik )

Schon Ende des 18. Jahrhunderts wurde festgestellt, daß der Kirchturm baufällig war. 1779 wurde dann beschlossen, den Kirchturm auf der gleichen Seite zu belassen, ihn in Richtung zum Schulhaus hin zu vergrößern und den Schwibbogen wenn möglich zu erhalten. Darauf wurden die Bauarbeiten vergeben und durchgeführt.
Das gesamte "Kirchenthurm-Bauwesen" kostete schießlich 4.718 Gulden, 48 Kreuzer, 1 Heller. Im Jahre 1863 wurde festgestellt, daß die Kirchberger Lukaskirche zwar nicht baufällig sei, "jedoch zu einem eigentlichen Gotteshause ein würdiges Aussehen nicht habe."
Es folgten in den nächsten Jahren mehrere Renovierungsvorschläge, die aber aus Kosten-
gründen abgelehnt wurden. 1869 wurde der "mutige Beschluß" einer Verbreiterung wieder zurückgenommen und es wurde bestimmt: Einbau einer neuen Bestuhlung, Erneuerung der Empore sowie Belegen des Bodens mit Steinplatten.
Von 1870 ab ruhte die Kirchenrenovierung bis zum 31. August 1899 bis beschlossen wurde, Pläne und Kostenvoranschlag fertigen zu lassen. Am 2. Mai 1905 lag die Baugenehmigung vor und die Renovierung wurde durchgeführt. Die Gesamtkosten betrugen schließlich 30 000.- Mark. Schon am 29. Oktober 1905 fand die festliche Einweihung der so gut renovierten Kirche statt.
Die nächste umfassende Renovierung wurde 1961 vorgenommen. Diese Erneuerung kostete rund 45 000.- DM. Dazu noch die Kosten für eine neue Orgel von 39 000.- DM.
Genau 20 Jahre später, 1991 war die nächste Renovierung fällig. Die Baukosten beliefen sich auf 400 000.- DM.



Das Stift Oberstenfeld und seine Besitzungen in Kirchberg.

Das Gründungsdatum dieses Fräuleinklosters, in dem unverheiratete adlige Damen Unterkunft fanden, steht nicht genau fest. Es wird zwischen 1016 und 1120 liegen. Die Schirmherrschaft hatten zunächst die Herren von Lichtenberg, ab 1357 die Grafen von Württemberg. Dieses Stift hatte in Kirchberg bedeutenden Besitz. Nach der obengenannten Urkunde gehörten ihm: "die Hälfte der Gemeinde von Kirchberg, Ländereien, Weinberge, Wiesen, Fischgewässer und Mühlen in dieser Gemeinde."

Das Kloster baute 1592 die Kelter in der Magengasse und verarbeitete hier die Trauben, die abgegeben werden mußten. Auf einer Schrifttafel kann man im Innern folgendes lesen: "Anno Domini 1592 ist diese Kelter durch die erwid und edel Fraw Sophia vo Remching und chorjungfr des freien adlich Stifts Oberstefeld erbawt".



Auszüge aus dem Buch "Streiflichter" von Helmut Sorg



Die ehemalige "Herrschaftskelter" wurde 1834 von der Gemeinde erworben.




Das Rathaus um 1930.

Eben verläßt ein frisch getrautes Brautpaar mit den Trauzeugen das Standesamt.




Ein Wahrzeichen Kirchbergs.

Der Eichbrunnen, erbaut um 1750 ;
der Löwe, der die Brunnensäule krönt,
hält das Ortswappen.




Die Bahnlinie Backnang - Marbach wurde 1879 eröffnet,

das Bahnhofsgebäude 1880 erstellt.

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